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Neue Aussichtsplattform wird voraussichtlich im Frühherbst fertiggestellt - Königsstuhl noch bis Juni begehbar

08. März 2022
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© Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL
Peter Lehmann
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Pressemitteilung vom 8. März 2022: Die Arbeiten am Fundament laufen bereits seit Wochen auf Hochtouren. Es folgen anschließend die eindrucksvollen Montagearbeiten an der Schwebeplattform, welche noch den gesamten Sommer in Anspruch nehmen werden. Der 42 m hohe Mast wird im Juni montiert.

Das Interesse an der im Bau befindlichen schwebenden Aussichtsplattform Königsweg ist groß, das zeigen die Fragen, die das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL täglich erreichen: Ist die bisherige Aussichtsplattform bereits geschlossen oder hat man als Gast noch die Möglichkeit beide Füße auf den berühmten Kreidefelsen zu setzen? Antworten hierzu sowie zu den bevorstehenden Bauphasen und der avisierten Eröffnung konnte nun in Abstimmung mit dem Bauherrn, der Stadt Sassnitz, des beauftragten Bauunternehmens flz, der Projektplanung von BIG Städtebau und der Bauaufsicht, vertreten durch das Ingenieurbüro Küchler, gefunden werden.
 
Nach der Klärung vergaberechtlicher Fragen, wurde im Juni letzten Jahres mit der Einrichtung des Baufeldes und den Fundamentarbeiten begonnen. Im August legte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig persönlich den Grundstein für dieses Leuchtturmprojekt des Landes. Seitdem wurde dort gebohrt, gebaggert und betoniert. Das Fundament ist mittlerweile fast fertiggestellt und muss in den kommenden Wochen noch aushärten bevor im Juni der Mast aus der Werkshalle in Mukran geliefert und aufgestellt werden kann. Erst dann können die Montagearbeiten der stählernen Brückenteile erfolgen. Auf noch kommende sechs Monate Bauzeit stellen sich momentan alle Beteiligten ein.
 
Da die Gründung des Bauwerkes auf Grund der Herstellung von Bohrpfählen mit einem Durchmesser von 1,20 m und einer Länge von 48 m als sehr aufwendig und komplex gilt, haben die Arbeiten an der Gründung deutlich länger gedauert als ursprünglich angenommen.

Eine weitere Herausforderung stellte der Prozess der Montage des 71 m lang herausragenden Stahlüberbaues dar. Dieser komplizierte und anspruchsvolle Prozess ist im Rahmen der Bauausführung entsprechend der Technologie des beauftragten Unternehmers zu planen.
„Die erforderlichen Untersuchungen zur Umsetzung des Montagekonzeptes erforderten jedoch zusätzliche Betrachtungen zu den Windeinflüssen und der Hangstabilität, um die Bauabläufe zu optimieren und den Einsatz von schwerer Technik zu minimieren. Diese Untersuchungen konnten erst nach Vorlage des technologischen Konzeptes durch den beauftragten Unternehmer erfolgen und haben längere Zeit in Anspruch genommen", weiß der Bauherr und Bürgermeister der Stadt Sassnitz Frank Kracht zu berichten. „Diese Verzögerung ist sicherlich ärgerlich, aber enorm wichtig in der verantwortungsvollen Umsetzung dieses außergewöhnlichen Bauprojekts", so Frank Kracht.
 
Der zeitliche Verzug der Bauarbeiten stellt auch das Team des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL vor Herausforderungen. „Wir haben mit einer Eröffnung im Sommer geplant. Nun sieht es wohl eher nach Frühherbst aus" schätzt Mark Ehlers, Geschäftsführer des Besucherzentrums und zukünftiger Betreiber. Einen genauen Eröffnungstermin gibt es allerdings noch nicht. Dieser wird erst nach Aufstellung des Mastes abschätzbar sein. „Ausgesprochen erfreulich ist", so Mark Ehlers, „den gesamten Juni, und damit länger als ursprünglich gedacht, haben unsere Gäste nun noch die Möglichkeit, den Königsstuhl zu betreten".

Den „Ausklang" der bisherigen intensiven Nutzungsphase des Kreidefelsens möchte das Team vom Königsstuhl würdigend begleiten, denn viele besonderen Momente wurden hier erlebt. Eine aus Stahl gefertigte Silhouette von Caspar David Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer" wird dafür auf der bisherigen Plattform aufgestellt, die mit den Gästen noch einmal einen Rück- sowie einen Ausblick wagt. Die Gäste sind außerdem eingeladen, ihre Erinnerungen zu teilen und auf dem Felsen ein Andenken an ihren Besuch in Form eines Feuersteins oder Hühnergotts an eine dafür vorgesehene Steinschnecke anzulegen. Und wer weiß, vielleicht können sie ihren Stein in ein paar Monaten bereits aus vier Metern Höhe vom neuen barrierefreien Rundweg aus erblicken.